Die Geschichte der Dinge Staubsauger, Axt und Lockenstab – was verraten Alltagsdinge über uns? Welchen Stellenwert haben sie für die Geschichte einer Region?
Viele Dinge, die nicht im Fokus der „großen“ Geschichtsschreibung liegen, aber den Alltag vergangener Generationen prägten, erschließen sich uns nicht mehr. Erst in der Erzählung erwachen sie wieder zum Leben. Das kommunikative Gedächtnis einer Gesellschaft ist an Menschen gebunden, weil es von der Weitererzählung lebt. Es stirbt mit seinen Trägern. Die mündlichen Erzählungen sind flüchtig und subjektiv, vor allem aber sind sie lebendig und nah.

Das Museum Wustrow erweitert seine Ausstellungsfläche auf den privaten Raum, den Alltag der Menschen.
Denn Alltagsgegenstände erklärt man am besten dort, wo Alltag stattfindet. Sammlerinnen und Sammler werden aufgerufen, ihre Fundstücke in leer stehenden Schaufenstern oder privaten Fensterläden zu zeigen. Eine Zusammenführung der individuellen Geschichten findet in Form einer atmosphärischen Inszenierung im Museum Wustrow statt, in der man den Zeitzeugen lauschen kann. Die Dinge bekommen eine Stimme.